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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Veganismus- die gesündeste Ernährungsweise


johannes
27.07.2006, 02:42
Eine ärztliche Analyse und Bewertung

Wir kennen alle die Empfehlungen aus der Presse, mehr Obst und Gemüse und weniger Fleisch zu essen. Die gesundheitlichen Schäden durch Fleisch und tierliche Fette wurden durch viele wissenschaftliche Studien nachgewiesen.

Ebenso sind die negativen gesundheitlichen Folgen von Milch, Käse (gesättigte tierische Fette) und Eiern (Cholesterin) bekannt. Wenn Naturkatastrophen oder Terroranschläge Hunderte oder Tausende von Toten fordern, ist das Entsetzen groß. Wenn aber eine gesellschaftsimmanente Fehlernährung Millionen von Toten durch Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere ernährungsbedingte Erkrankungen verursacht, wird dies mit einem erstaunlichen Gleichmut hingenommen. Die Märchen der Fleisch- und Nutztierindustrie, wonach Fleisch, Milch und Eier gesunde und wertvolle Nahrungsmittel sind, werden widerspruchslos von meist ahnungslosen Verbrauchern und von offenbar uninteressierten Politikern hingenommen. Dieses Verhalten der Politiker ist völlig inakzeptabel, weil sie offensichtlich die wirtschaftlichen Interessen der Fleisch- und Nutztierindustrie höher bewerten als das gesundheitliche Wohlergehen der Bürger, denen sie eigentlich in erster Linie verpflichtet wären.

Die vegetarische Kost war früher den gleichen unberechtigten Verunglimpfungen ausgesetzt wie heute die vegane Ernährung. Gesunde Ernährungsarten werden aus Dummheit, Unwissen und aus wirtschaftlichen Interessen in der Presse niedergemacht. Ein Beispiel: Im Jahr 2004 starb ein Kleinkind, das durch seine Eltern angeblich vegan ernährt wurde. Tatsächlich nahm das Kind aber überhaupt keine Nahrung, also auch keine vegane Kost zu sich. Das Kind wurde auch keiner ärztlichen Hilfe zugeführt, um die der Appetitlosigkeit zugrundeliegende schwere Lungenentzündung behandeln zu lassen. Das Erstaunliche an dieser Sache ist aber nicht nur, dass das Kind überhaupt keine gesunde vegane Ernährung aufnahm, sondern dass die Eltern Anhänger einer von einem abstrusen selbsternannten "Ernährungsberater" empfohlenen sogenannten "Urkost" waren. Diese "Urkost" hat aber nichts mit einer gesunden, ernährungsphysiologisch wertvollen veganen Ernährung zu tun.

Die Presse hielt es wie so oft nicht für nötig, den Fall sauber zu recherchieren oder sich mit den Grundlagen der veganen Ernährung zu beschäftigen. Nein, die Presse verurteilte die vegane Ernährung mit den bekannten Vorurteilen bis hin zu einem Skandalartikel in der WELT, wo der Feuilletonist Eckehard Fuhr einen polemischen Schutzartikel veröffentlichen durfte, in dem Veganer als "übergeschnappt" bezeichnet wurden. Dem gegenüber stehen Millionen von Menschen, die wegen massiver Fehlernährung insbesondere durch Fleisch und tierliche Fette an Übergewicht mit allen seinen Folgen, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Angina pectoris, Schlaganfällen, Arteriosklerose, Krebs, Diabetes und weiteren chronischen Erkrankungen leiden und sterben. Diese Millionen Kranken und Toten durch tierliche Produkte werden ohne Aufschrei in der Presse offensichtlich als "normal" hingenommen. Wenn aber in einem Einzelfall bei einer angeblichen veganen Ernährung (die nicht einmal vegan war) etwas schief gelaufen ist, dann ist nicht nur der Aufschrei groß, sondern es entlädt sich eine regelrechte Empörung der Ahnungslosen und der Interessenvertreter der Fleischindustrie.

Diese Ausgüsse der Laienpresse und Lobbyisten der "Nutztierindustrie" stehen im krassen Gegensatz zu den Ergebnissen der wissenschaftlichen Ernährungsforschung und den Aussagen renommiertester Ernährungswissenschaftler. So nehmen zum Beispiel in einem aktuellen gemeinsamen Positionspapier von 2003 die ADA (Amerikanische Gesellschaft für Ernährung) und die DC (Verband der kanadischen Ernährungswissenschaftler) zu den gesundheitlichen Vorteilen der vegetarischen und veganen Ernährung Stellung. In diesen Verbänden sind die renommiertesten Ernährungswissenschaftler der USA und Kanadas zu finden. Allein die ADA hat etwa 70.000 Mitglieder. In diesem Positionspapier heißt es u. a.:

"Gut geplante vegane und andere Formen der vegetarischen Ernährung sind für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, frühe und spätere Kindheit und Adoleszenz. Vegetarische Ernährungsformen bieten eine Reihe von Vorteilen."

Und weiter heißt es dort:

"Es ist die Position der Amerikanischen Gesellschaft für Ernährung (ADA) und des Verbandes kanadischer Ernährungswissenschaftler (DC), dass eine vernünftig geplante vegetarische Kostform gesundheitsförderlich und dem Nährstoffbedarf angemessen ist, sowie einen gesundheitlichen Nutzen für die Prävention (Vorbeugung) und Behandlung bestimmter Erkrankungen hat."
"Es liegt in der Verantwortung von Ernährungswissenschaftlern, Interessierte bei der Aufnahme einer vegetarischen Ernährung zu unterstützen und zu ermutigen."

Auch die Aussagen eines der anerkanntesten und renommiertesten deutschen Ernährungswissenschaftler, Prof. Dr. Claus Leitzmann von der Universität Gießen, sind eindeutig:

"Studien mit vegan lebenden Menschen, die weltweit, aber auch von uns durchgeführt wurden, zeigen, dass Veganerlnnen im Durchschnitt deutlich gesünder sind als die allgemeine Bevölkerung. Körpergewicht, Blutdruck, Blutfett- und Cholesterinwerte, Nierenfunktion sowie Gesundheitsstatus allgemein liegen häufiger im Normalbereich. Neben diesen positiven Aspekten bewirkt die vegane Ernährungsweise gleichzeitig, dass die Umwelt weniger zerstört wird (Gülle und Methan durch Tierhaltung), dass die sog. Entwicklungsländer eigenständiger werden (kein Import von Futtermitteln) und dass Tiere artgerecht behandelt werden. Dadurch werden Tierzucht, Tierhaltung, Tiertransporte und Tierversuche vermindert oder könnten teilweise ganz entfallen."

Trotzdem verbreiten große Teile der Presse, der Ärzte und vermeintlicher "Ernährungsexperten" lieber Vorurteile, Unwahrheiten der profitierenden Industrie und veraltete falsche Lehrmeinungen vergangener Zeiten. Ist es Bequemlichkeit und einfach nur Faulheit, sich nicht mit einem Thema zu beschäftigen und statt dessen lieber Vorurteile und falsche Tatsachen zu kolportieren? Ist es die eigene Angst, durch einen neuen Erkenntnisgewinn sich der eigenen Fehler in der Ernährung bewusst zu werden und dann vor der Entscheidung zu stehen, die von einem selbst in der Vergangenheit abgelehnte vegetarische oder vegane Ernährung zu wählen?

Schon das Genie des 20. Jahrhunderts, Albert Einstein, sagte:

"Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher."

Ich bin mir jedenfalls ganz sicher, dass Albert Einstein mit seinen Aussagen Recht behalten wird. Einstein sagte auch:

"Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung."

Die Situation ist so dramatisch, ja pervers, dass die Menschen durch den Verzehr von tierlichen Produkten nicht nur ihre eigene Gesundheit schädigen, sondern gleichzeitig auch die tierlichen Mitgeschöpfe durch eine maßlose Ausbeutung grausam leiden und sterben lassen, die Umwelt durch Gülle, Methan, Wasserverbrauch und Abholzungen wegen der Viehzucht massiv schädigen und durch Futtermittelimporte (aus den Entwicklungsländern für die Massentierhaltung der Industrienationen) den Hungertod von Erwachsenen und Kindern in der "Dritten Welt" mitverursachen. Um 1 kg Fleisch zu "produzieren" werden durchschnittlich etwa 16 kg pflanzliche Futtermittel benötigt. Die Tiere der Reichen fressen das Brot der Armen. Insgesamt ist dies alles eine bis ins Kleinste perfektionierte moralische Kapitulation.

hier weiter zum Thema:
http://www.tierrechteportal.de/SollZustand/frames.php?url=Veganismus.html

johannes
27.07.2006, 03:43
wie steht es mit dem Töten der Tiere für "Vegetarismus"?

hier:
http://www.vegetarierforum.com/showthread.php?t=72

Spirit.Sweet
27.07.2006, 15:57
Jup Johannes, du bringst es auf den Punkt. Mit den Argumenten komme ich meinen Leichenessern zur Zeit auch ;) Und mein Freund hat jetzt schon seit fast zwei wochen kein tier mehr gegessen ;) Freu

Aber ich finde es halt eben echt schlimm, wie sehr die Menschen der Umwelt mit ihrem Fleischkonsum schaden. Und die wissen nichtmal was davon.. Mein Cousin hat das zum Beispiel als totalen Blödsinn abgetan, warum deswegen Menschen in der Dritten Welt verhungern.. Ich habe ihn dann aufgeklärt und dann wusste er wieder mal nichts weiter zu sagen als:" Du bist ja schlimmer als die Zeugen Jehovas".. ganz doll. Gegen völlige Gleichgültigkeit und Ignoranz kommt man eben nicht an..

johannes
27.07.2006, 16:40
toll, dass dein Freund keine Leichen mehr isst! Tut er es aus Überzeugung oder erstmal nur wegen dir?

LG

Spirit.Sweet
27.07.2006, 19:55
Ich denke wegen mir. Oder es hat doch ein bisschen geholfen, dass ich auf ihn eingeredet hab. Keine Ahnung. Bin mal gespannt wie lang er das noch durchhält ;)

Adnachiel
31.07.2006, 22:58
Eine ärztliche Analyse und Bewertung

Wir kennen alle die Empfehlungen aus der Presse, mehr Obst und Gemüse und weniger Fleisch zu essen. Die gesundheitlichen Schäden durch Fleisch und tierliche Fette wurden durch viele wissenschaftliche Studien nachgewiesen.

Ebenso sind die negativen gesundheitlichen Folgen von Milch, Käse (gesättigte tierische Fette) und Eiern (Cholesterin) bekannt. Wenn Naturkatastrophen oder Terroranschläge Hunderte oder Tausende von Toten fordern, ist das Entsetzen groß. Wenn aber eine gesellschaftsimmanente Fehlernährung Millionen von Toten durch Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere ernährungsbedingte Erkrankungen verursacht, wird dies mit einem erstaunlichen Gleichmut hingenommen. Die Märchen der Fleisch- und Nutztierindustrie, wonach Fleisch, Milch und Eier gesunde und wertvolle Nahrungsmittel sind, werden widerspruchslos von meist ahnungslosen Verbrauchern und von offenbar uninteressierten Politikern hingenommen. Dieses Verhalten der Politiker ist völlig inakzeptabel, weil sie offensichtlich die wirtschaftlichen Interessen der Fleisch- und Nutztierindustrie höher bewerten als das gesundheitliche Wohlergehen der Bürger, denen sie eigentlich in erster Linie verpflichtet wären.

Die vegetarische Kost war früher den gleichen unberechtigten Verunglimpfungen ausgesetzt wie heute die vegane Ernährung. Gesunde Ernährungsarten werden aus Dummheit, Unwissen und aus wirtschaftlichen Interessen in der Presse niedergemacht. Ein Beispiel: Im Jahr 2004 starb ein Kleinkind, das durch seine Eltern angeblich vegan ernährt wurde. Tatsächlich nahm das Kind aber überhaupt keine Nahrung, also auch keine vegane Kost zu sich. Das Kind wurde auch keiner ärztlichen Hilfe zugeführt, um die der Appetitlosigkeit zugrundeliegende schwere Lungenentzündung behandeln zu lassen. Das Erstaunliche an dieser Sache ist aber nicht nur, dass das Kind überhaupt keine gesunde vegane Ernährung aufnahm, sondern dass die Eltern Anhänger einer von einem abstrusen selbsternannten "Ernährungsberater" empfohlenen sogenannten "Urkost" waren. Diese "Urkost" hat aber nichts mit einer gesunden, ernährungsphysiologisch wertvollen veganen Ernährung zu tun.

Die Presse hielt es wie so oft nicht für nötig, den Fall sauber zu recherchieren oder sich mit den Grundlagen der veganen Ernährung zu beschäftigen. Nein, die Presse verurteilte die vegane Ernährung mit den bekannten Vorurteilen bis hin zu einem Skandalartikel in der WELT, wo der Feuilletonist Eckehard Fuhr einen polemischen Schutzartikel veröffentlichen durfte, in dem Veganer als "übergeschnappt" bezeichnet wurden. Dem gegenüber stehen Millionen von Menschen, die wegen massiver Fehlernährung insbesondere durch Fleisch und tierliche Fette an Übergewicht mit allen seinen Folgen, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Angina pectoris, Schlaganfällen, Arteriosklerose, Krebs, Diabetes und weiteren chronischen Erkrankungen leiden und sterben. Diese Millionen Kranken und Toten durch tierliche Produkte werden ohne Aufschrei in der Presse offensichtlich als "normal" hingenommen. Wenn aber in einem Einzelfall bei einer angeblichen veganen Ernährung (die nicht einmal vegan war) etwas schief gelaufen ist, dann ist nicht nur der Aufschrei groß, sondern es entlädt sich eine regelrechte Empörung der Ahnungslosen und der Interessenvertreter der Fleischindustrie.

Diese Ausgüsse der Laienpresse und Lobbyisten der "Nutztierindustrie" stehen im krassen Gegensatz zu den Ergebnissen der wissenschaftlichen Ernährungsforschung und den Aussagen renommiertester Ernährungswissenschaftler. So nehmen zum Beispiel in einem aktuellen gemeinsamen Positionspapier von 2003 die ADA (Amerikanische Gesellschaft für Ernährung) und die DC (Verband der kanadischen Ernährungswissenschaftler) zu den gesundheitlichen Vorteilen der vegetarischen und veganen Ernährung Stellung. In diesen Verbänden sind die renommiertesten Ernährungswissenschaftler der USA und Kanadas zu finden. Allein die ADA hat etwa 70.000 Mitglieder. In diesem Positionspapier heißt es u. a.:

"Gut geplante vegane und andere Formen der vegetarischen Ernährung sind für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, frühe und spätere Kindheit und Adoleszenz. Vegetarische Ernährungsformen bieten eine Reihe von Vorteilen."

Und weiter heißt es dort:

"Es ist die Position der Amerikanischen Gesellschaft für Ernährung (ADA) und des Verbandes kanadischer Ernährungswissenschaftler (DC), dass eine vernünftig geplante vegetarische Kostform gesundheitsförderlich und dem Nährstoffbedarf angemessen ist, sowie einen gesundheitlichen Nutzen für die Prävention (Vorbeugung) und Behandlung bestimmter Erkrankungen hat."
"Es liegt in der Verantwortung von Ernährungswissenschaftlern, Interessierte bei der Aufnahme einer vegetarischen Ernährung zu unterstützen und zu ermutigen."

Auch die Aussagen eines der anerkanntesten und renommiertesten deutschen Ernährungswissenschaftler, Prof. Dr. Claus Leitzmann von der Universität Gießen, sind eindeutig:

"Studien mit vegan lebenden Menschen, die weltweit, aber auch von uns durchgeführt wurden, zeigen, dass Veganerlnnen im Durchschnitt deutlich gesünder sind als die allgemeine Bevölkerung. Körpergewicht, Blutdruck, Blutfett- und Cholesterinwerte, Nierenfunktion sowie Gesundheitsstatus allgemein liegen häufiger im Normalbereich. Neben diesen positiven Aspekten bewirkt die vegane Ernährungsweise gleichzeitig, dass die Umwelt weniger zerstört wird (Gülle und Methan durch Tierhaltung), dass die sog. Entwicklungsländer eigenständiger werden (kein Import von Futtermitteln) und dass Tiere artgerecht behandelt werden. Dadurch werden Tierzucht, Tierhaltung, Tiertransporte und Tierversuche vermindert oder könnten teilweise ganz entfallen."

Trotzdem verbreiten große Teile der Presse, der Ärzte und vermeintlicher "Ernährungsexperten" lieber Vorurteile, Unwahrheiten der profitierenden Industrie und veraltete falsche Lehrmeinungen vergangener Zeiten. Ist es Bequemlichkeit und einfach nur Faulheit, sich nicht mit einem Thema zu beschäftigen und statt dessen lieber Vorurteile und falsche Tatsachen zu kolportieren? Ist es die eigene Angst, durch einen neuen Erkenntnisgewinn sich der eigenen Fehler in der Ernährung bewusst zu werden und dann vor der Entscheidung zu stehen, die von einem selbst in der Vergangenheit abgelehnte vegetarische oder vegane Ernährung zu wählen?

Schon das Genie des 20. Jahrhunderts, Albert Einstein, sagte:

"Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher."

Ich bin mir jedenfalls ganz sicher, dass Albert Einstein mit seinen Aussagen Recht behalten wird. Einstein sagte auch:

"Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung."

Die Situation ist so dramatisch, ja pervers, dass die Menschen durch den Verzehr von tierlichen Produkten nicht nur ihre eigene Gesundheit schädigen, sondern gleichzeitig auch die tierlichen Mitgeschöpfe durch eine maßlose Ausbeutung grausam leiden und sterben lassen, die Umwelt durch Gülle, Methan, Wasserverbrauch und Abholzungen wegen der Viehzucht massiv schädigen und durch Futtermittelimporte (aus den Entwicklungsländern für die Massentierhaltung der Industrienationen) den Hungertod von Erwachsenen und Kindern in der "Dritten Welt" mitverursachen. Um 1 kg Fleisch zu "produzieren" werden durchschnittlich etwa 16 kg pflanzliche Futtermittel benötigt. Die Tiere der Reichen fressen das Brot der Armen. Insgesamt ist dies alles eine bis ins Kleinste perfektionierte moralische Kapitulation.

hier weiter zum Thema:
http://www.tierrechteportal.de/SollZustand/frames.php?url=Veganismus.html


Hallo Johannes,

da stimm ich Dir voll zu. Auch ich bin dabei Veganer zu werden. Hast Du ein paar Tipps für mich die ich unbedingt beachten sollte? Wie sieht es aus mit Eiweißmangel. Mit welchen Lebensmitteln kann ich ihn ausgleichen?

Ich lese Deine Artikel immer mit großem Interesse, weil Du es immer auf den Punkt bringst. Danke dafür.

Liebe Grüße

Adnachiel
Claudia

johannes
31.07.2006, 23:34
Liebe Claudia,

das freut mich sehr :)

Du brauchst eigentlich kaum auf etwas zu achten wenn du so in etwa den gängigen Grundsätzen folgst.

Zum Eiweiß hier ein Zitat aus Veganissimo 2 - Handbuch der Tierrechte (findest du online)

In der westlichen Welt kommt Eiweißmangel äußerst selten vor. VeganerInnen brauchen sich daher keine Sorgen zu machen, denn laut »Department of Health«, »World Health Organization« (WHO) und dem »National Advisory Committee on Nutrition Education« (NACNE) deckt die vegane Durchschnittsernährung den täglichen Eiweißbedarf ohne weiteres.

Das Problem beim tierlichen Eiweiß sind die gesättigten Fettsäuren, die es gewöhnlich enthält. Diese stellen ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten dar - eine der häufigsten Todesursachen. Pflanzeneiweiß hingegen liefert dem Körper Ballaststoffe - eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde Ernährung. Die Wahrscheinlichkeit dafür, daß der tägliche Bedarf an Ballaststoffen gedeckt wird, ist bei der veganen Ernährungsgruppe erwiesenermaßen am höchsten.

Tierliches Eiweiß ist sehr hoch konzentriert. Die meisten Menschen, die Fleisch essen, nehmen dadurch weitaus mehr Eiweiß zu sich, als ihr Körper verkraften kann. Dies kann zu Krankheiten wie Gicht, Arthritis, Rheuma, Bindegewebsentzündungen und Mangel an Niacin, Vitamin B6, Kalzium, Magnesium oder anderen Mineralien führen.

Ein hoher Eiweißverzehr belastet auch die Bauchspeicheldrüse in erheblichem Maße - ein Organ, das die Enzyme für die Eiweißverdauung produziert und der Krebsentstehung entgegenwirkt. Es sollte nicht vergessen werden, daß jährlich 147.000 Menschen in Großbritannien an Krebs sterben (1981). (Zusatz der Übersetzer: In Deutschland starben 1992 über 212.000 Menschen an Krebs, entsprechend einem Viertel aller Sterbefälle (Statistisches Jahrbuch Deutschland 1994).)

Den wenigsten ist bisher bekannt, daß die meisten Gemüsesorten wertvolle Eiweißlieferanten sind. Besonders eiweißhaltig sind Nüsse, Hülsenfrüchte, Getreide, Samen, grünes Blattgemüse und Kartoffeln.

Lieben Gruß
Johannes

Draven
01.08.2006, 00:45
wie steht es mit dem Töten der Tiere für "Vegetarismus"?

hier:
http://www.vegetarierforum.com/showthread.php?t=72

wie steht´s mit dem Töten der Tiere für "Veganismus"?

Ok Veganismus ist eine sehr gute Forum, um Tierleid zu vermindern, aber es kann nie komplett ausgemerzt werden, da jede Kartoffel und jeder Salat von Schnecken, Käfern und und und geschützt werden muss/soll!

Spritzen:
Auf den Pflanzen werden die Schädlinge mit Gift getötet...

Bio:
Die Schädlinge werden (wenn dann) mit natürlichen Giften oder anderes(Steinmehl) getötet oder von Hand abgeglaubt und anschließen getötet(Warum auch nicht? Ich steh doch nicht nen halben Tag am Feld, um Kartoffelkäfer zu fangen, um sie dann wieder los zu lassen und kommt mir nicht mit "Tja dann las sie auf der Pflanzen" Denn wer sich ein bisschen auskennt wird wissen was in kürzester Zeit mit einer Kartoffelpflanze sein kann...
(Oder glaubt ihr Lieben Veganer, wenn ihr ne Kartoffel esst, das da keine 3 Larven und 1 Kartoffelkäfer draufgehn? Wir bauen selber an auf einem kleinen Feld, rein bio und ich weiß was Sache ist)

Und anders kann es auch nicht sein in der heutigen Zeit!
Eine Möglichkeit wer, irgendwo aus zu siedeln auf einen verlassenen Bauernhof und für sich und Familie selbst anbauen.. Tjo wer tut das? Und auch dann (Es gibt Sekten die das auch unter anderem machen) selbst dann wehre es nur ein kleiner Schritt Tierleid zu vermindern!

Und Käfer und kleine Lebewesen werden immer draufgehn!

umwelt
01.08.2006, 00:47
hi savas,
ich bin fast enttäuscht von deiner argumentationsweise...
veganismus tötet immer noch weniger tiere absichtlich als vegetarismus. da hilft kein drehen und wenden.
gruss:
kilian

Draven
01.08.2006, 00:50
Irgendwas hat der Edit-Button, ich schreib 2 ganze Sätze dazu und er sag das es länger als 10 Zeichen sein soll und ich kann nicht editieren...

Ach und was für ein Tierleid bitte??? Käfer und Fliegen und was weiß ich werden immer drauf gehn! Warum können manche Veganer (m und w) keine Fliegen erschlagen, wenn sie durch die Nahrung tausende töten? *paarausforumschiefanguck*

umwelt
01.08.2006, 00:53
warum soll ein autofahrer nicht hunderte menschen überfahren wenn er einmal einen versehentlich überfahren hat?
gruss:
kilian

Draven
01.08.2006, 00:54
hi savas,
ich bin fast enttäuscht von deiner argumentationsweise...
veganismus tötet immer noch weniger tiere absichtlich als vegetarismus. da hilft kein drehen und wenden.
gruss:
kilian

Stimmt! Weniger! JA!
Aber mich stört die radikale Provokation mancher Veganisten(gibts das wort? lol), weil es einfach nicht so glatt laufen kann, wie es manche gern hätten…
(Und das Eier nicht sooo viel Cholesterin haben ist schon bewiesen...)

Draven
01.08.2006, 00:56
warum soll ein autofahrer nicht hunderte menschen überfahren wenn er einmal einen versehentlich überfahren hat?
gruss:
kilian

Du kannst nicht Ameisen mit Elefanten vergleichen, es geht einfach nicht.

umwelt
01.08.2006, 00:58
hallo,
du kannst auch nicht vorsatz mit unfall vergleichen.
an dieser stelle ein passender link: http://www.vegetarierforum.com/showthread.php?t=308
gruss:
kilian

Draven
01.08.2006, 01:08
hallo,
du kannst auch nicht vorsatz mit unfall vergleichen.
an dieser stelle ein passender link: http://www.vegetarierforum.com/showthread.php?t=308
gruss:
kilian

es hast jetzt nicht mit gewissen zu tun! sondern das exzessive Veganer leicht denn Drang zur Übertreibung haben...

Jaja jetzt komm „blabla wo übertreibt man denn, nur weil man Tierleid verringern will blabla“ aber es hat keinen Sinn da jetzt noch lange darüber zu reden, da es zwecklos ist

Die die mich verstehn, verstehn mich und die anderen eben nicht...

---

Ich versuche besser zu leben, ohne Fleisch eben… denke auch viel über veganes Leben nach und will mich langsam darauf einstellen…

Kein, ich kann mein Zimmer nicht mehr Putzen weil ich vllt 2 Silberfische und 1 Spinne dabei Töten würde! Go VEGAN!!! Blabla

Ich kann mich für was einsetzen, nicht einsetzen oder auch übertreiben…

umwelt
01.08.2006, 01:18
hallo,

ich denke, ich verstehe schon was du meinst.

Perfekte Tierleidfreiheit wird man auch als VeganerIn nicht erreichen.
Aber ist Veganismus der Versuch, Tierleid zu mindern oder die Resignation, weil dies 100% ohnehin nicht möglich ist?

Würde ich populistisch-provokant antworten wollen, würde ich fragen, ob denn Vegetarismus dann nicht auch Quatsch ist, da auch VegetarierInnen nicht vermeiden können, Tiere zu töten (bzw. Teile toter Tiere zu essen). Aber ich will konstruktiv bleiben und unterlasse die Frage. :D

Mir geht es sehr um die Einstellung, denn es ist vom Prinzip her ein großer Unterschied, ob du ein Tier absichtlich oder unabsichtlich tötest.

Aus der persönlichen Einstellung heraus resultiert ja die Lebens- und Denkweise.

EinE VeganerIn, der/die aus Versehen ein Tier zerdrückt, hat eine grundsätzlich andere Philosophie als ein Fleischesser, der vorsätzlich Tiere tötet.

Für die Tiere ist es egal, aus welchem Grund sie gestorben sind. aber für die Tiere, die aufgrund der lebensverachtenden Einstellung noch sterben werden (und das geht tendenziell stark richtung "höhere Lebewesen") ist das nicht ohne...

verstehste was ich sagen will?

gruss:

kilian

Draven
01.08.2006, 01:23
hallo,

ich denke, ich verstehe schon was du meinst.

Perfekte Tierleidfreiheit wird man auch als VeganerIn nicht erreichen.
Aber ist Veganismus der Versuch, Tierleid zu mindern oder die Resignation, weil dies 100% ohnehin nicht möglich ist?

Würde ich populistisch-provokant antworten wollen, würde ich fragen, ob denn Vegetarismus dann nicht auch Quatsch ist, da auch VegetarierInnen nicht vermeiden können, Tiere zu töten (bzw. Teile toter Tiere zu essen). Aber ich will konstruktiv bleiben und unterlasse die Frage. :D

Mir geht es sehr um die Einstellung, denn es ist vom Prinzip her ein großer Unterschied, ob du ein Tier absichtlich oder unabsichtlich tötest.

Aus der persönlichen Einstellung heraus resultiert ja die Lebens- und Denkweise.

EinE VeganerIn, der/die aus Versehen ein Tier zerdrückt, hat eine grundsätzlich andere Philosophie als ein Fleischesser, der vorsätzlich Tiere tötet.

Für die Tiere ist es egal, aus welchem Grund sie gestorben sind. aber für die Tiere, die aufgrund der lebensverachtenden Einstellung noch sterben werden (und das geht tendenziell stark richtung "höhere Lebewesen") ist das nicht ohne...

verstehste was ich sagen will?

gruss:

kilian

ich verstehe dich krilian, aber verstehe auch mich! nix gegen dich Johannes, aber du bist (fast) ein Musterbeispiel eines exzessiven Veganers

z.b. im infoheft von peta wird in einem atemzug soviel schlechtes aufgezählt…

umwelt
01.08.2006, 01:31
hallo,

ich versuche manchmal, die gedanken eines nicht-veganers zu durchschauen... ich glaube, das klappt auch ganz gut.

ich bin mir darüber bewusst, dass einige philosophien abschreckend sind, und bemühe mich, dies dann auch zu klären, bzw. so verständlich wie möglich zu kommunizieren.

allerdings: die zustände in den tierausbeutungsanlagen sind sowas von unbeschreiblich unsagbar (lol, jawohl, wisst ihr ja sicherlich selbst), dass ich durchaus verständnis dafür habe, dass leute "ausrasten", angesichts der einem oft entgegenschlagenden, geballten ignoranz.

aufgrund der menschlichen psyche ist es sicherlich nötig, vielen leuten alles freundlichst zu erklären, obwohl man ihnen angesichts ihrer verbohrtheit an die gurgel springen könnte (und dies natürlich als veganerIn unterlässt :)).

ich möchte damit sagen: ich verstehe jo (kenne ihn auch persönlich). ich verstehe - rein menschlich - auch die leute, die das zu krass finden.

ich fände prima, wenn beide seiten einfach mal versuchen, die gegenseite ernstzunehmen und wirklich mitzudenken.

gruss:

kilian

johannes
01.08.2006, 03:26
Kilian, du bist einfach ein Guter! Schön, dass es dich gibt! :)

Lena
01.08.2006, 09:21
Das ist eine sehr gute Frage Savas. Ich würde mir am liebsten mein Obst und Gemüse selber anbauen und mein Strom aus Solarzellen beziehen.

Dori Cherry
01.08.2006, 10:10
wie steht´s mit dem Töten der Tiere für "Veganismus"?

Ok Veganismus ist eine sehr gute Forum, um Tierleid zu vermindern, aber es kann nie komplett ausgemerzt werden, da jede Kartoffel und jeder Salat von Schnecken, Käfern und und und geschützt werden muss/soll!

Spritzen:
Auf den Pflanzen werden die Schädlinge mit Gift getötet...

Bio:
Die Schädlinge werden (wenn dann) mit natürlichen Giften oder anderes(Steinmehl) getötet oder von Hand abgeglaubt und anschließen getötet(Warum auch nicht? Ich steh doch nicht nen halben Tag am Feld, um Kartoffelkäfer zu fangen, um sie dann wieder los zu lassen und kommt mir nicht mit "Tja dann las sie auf der Pflanzen" Denn wer sich ein bisschen auskennt wird wissen was in kürzester Zeit mit einer Kartoffelpflanze sein kann...
(Oder glaubt ihr Lieben Veganer, wenn ihr ne Kartoffel esst, das da keine 3 Larven und 1 Kartoffelkäfer draufgehn? Wir bauen selber an auf einem kleinen Feld, rein bio und ich weiß was Sache ist)

Und anders kann es auch nicht sein in der heutigen Zeit!
Eine Möglichkeit wer, irgendwo aus zu siedeln auf einen verlassenen Bauernhof und für sich und Familie selbst anbauen.. Tjo wer tut das? Und auch dann (Es gibt Sekten die das auch unter anderem machen) selbst dann wehre es nur ein kleiner Schritt Tierleid zu vermindern!

Und Käfer und kleine Lebewesen werden immer draufgehn!

Also meiner Meinung nach geht es beim Veganismus darum, das VERMEIDBARE ZU VERMEIDEN.
Und wenn ich nicht verhungern will, ist es nicht vermeidbar, dass ein Käfer und zwei Larven für meine Kartoffel sterben. Aber es ist vermeidbar, dass ein Kalb seiner Mutter entrissen wird und unter Eisenmangel ein paar kurze Wochen zu leben hat, nur damit ich Milch (bzw. Kalbsleberwurst etc.) haben kann.
Ich finde das super, dass Johannes so strikt ist, wo kommen wir denn sonst hin. Oder sollen wir wieder anfangen, dass wir ein bisschen Tierleid verhindern wollen? Sorry, aber das geht mir nicht in den Kopf.

Schaut hier (http://www.vegetarierforum.com/showthread.php?t=308)

Spirit.Sweet
02.08.2006, 20:59
Hallo Leute!
Ich bin grad voll erstaunt, das diese Diskussion voll an mir vorbeigegangen ist anscheinend...

@Savas: Ich dachte du möchtest Vegan leben irgendwann, was ist dann dein Problem? Verstehe dich nicht so ganz. Meinst du echt das wir übertreiben?!

@Umwelt: Du bist halt unser aller Vorbild, echt ein super Typ! :)

Fest steht, klar mögen wir manche Dinge übertreiben, aber extreme Misshandlungen brauchen eben extreme Beispiele!

lg DAni