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Rahijana
14.11.2007, 13:46
Eben entdeckt
Inder "heiratet" Hündin
Neu Delhi (dpa) - Ein 33-Jähriger hat in einem Dorf in Indien eine Hündin "geheiratet", um wieder gesund zu werden.
Der Mann hatte vor 15 Jahren zwei Hunde getötet und war danach zeitweise gelähmt. Jetzt hofft er, mit der "Heirat" seine Tat wiedergutmachen zu können und zu genesen. Dies berichtete die Zeitung "Hindustan Times".
Der Mann folgte dem Rat eines Dorf-Astrologen. Er "heiratete" die Hündin in einer feierlichen Zeremonie in einem Tempel. "Hochzeiten" zwischen Mensch und Tier sind in abgelegenen Regionen Indiens nichts Außergewöhnliches. Man glaubt, Schlechtes damit abwenden zu können.
Auf Rat des Sterndeuters hatten Verwandte des 33-Jährigen die streunende Hündin aufgegriffen, sie gebadet und ihr einen Sari angezogen. Im Tempel legte der Mann dem Tier ein Band um den Hals. Dorfälteste sagen, um später "normal" zu heiraten, müsse man sich von dem Tier nicht extra scheiden lassen.
http://magazine.web.de/images/054/4937054,h=299,pd=2,w=400.jpg
Braut und Bräutigam
Der Text ist von der Seite www.web.de
Naja, jedem das seine.
Solange die keine Hochzeitsnacht feiern, ist das ok :rolleyes:
Rahijana
14.11.2007, 13:52
Die Hochzeit an sich ist seltsam. Aber der Gedanke dahinter ist ganz schön. Er hat einem Tier was angetan und es wird geglaubt, dass er deswegen krank wurde.
Irgendwie doch eine ganz andere Mentalität. Und er hat nun einem Hund ein zu Hause gegeben. Schlecht finde ich das nicht.
Ja, das Tier aufzunehmen und so find ich auch ok.
Aber das Heiraten find ich etwas befremdlich.
Rahijana
14.11.2007, 13:57
Hmm..ich sage zu den Vierbeinern hier auch auch "meine Babys" bzw meine "Kinder". und eine Freundin sagte neulich= Ich brauche zur Zeit keinen Freund, ich hab den besten Mann an meiner Seite (ihr Hund).
Ich finde das also nicht ganz so befremdlich.
Cavia aperea
14.11.2007, 13:58
Ich finde, da müsste man mehr Informationen drüber haben, was die sich so unter der "Ehe" vorstellen.
Und streng genommen ist es ja keine Sühne für das Leid, was er den anderen Hunden angetan hat, sondern geschieht aus purem Egoismus, um gesund zu werden.
Vor allem- was ist, wenn er "richtig" heiraten will- ist der Hund dann abgeschoben- oder wie?
Es fehlen einfach die ganzen Rahmeninformationen- bisher, weil ich immer das Schlechteste annehme, was den Umgang mit Tieren angeht, betrachte ich diese "Aktionen" sehr kritisch -.-
Hmm..ich sage zu den Vierbeinern hier auch auch "meine Babys" bzw meine "Kinder". und eine Freundin sagte neulich= Ich brauche zur Zeit keinen Freund, ich hab den besten Mann an meiner Seite (ihr Hund).
Ich finde das also nicht ganz so befremdlich.
Ähm, ja, aber das ist doch dann eher als Vergleich gemeint?
Und nicht wörtlich so gemeint.
Sondern soll nur zeigen, wie wichtig einem der Hund ist. Und nicht als echter Ersatz für Kinder oder Mann?
Rahijana
14.11.2007, 14:03
Ich bin halt vorerst einmal Optimist :-) Sicher nimmt er den Hund erstmal aus Egoismus auf. Aber das Zeichen das dabei gesetzt wird= Du tötest einen Hund und wirst schwer krank, wird andere vielleicht davon abhalten seine Fehler zu widerholen. Er steht da im Dorf ja nun wie ein Mahnmal da, dass imemr sagt= Tötest Du einen Hund wirst Du gelähmt. Sicher ist das nur die Angst, die andere dann vielleicht davon abhält, aber es muss nicht immer Ethik sein, die Menschen davon abhält Tiere zu quälen und zu ermorden.
Rahijana
14.11.2007, 14:07
Ähm, ja, aber das ist doch dann eher als Vergleich gemeint?
Und nicht wörtlich so gemeint.
Sondern soll nur zeigen, wie wichtig einem der Hund ist. Und nicht als echter Ersatz für Kinder oder Mann?
Ich habe die Hunde (und die Katze...und Vögel) hier ja nicht geboren, aber ich habe (gerade zu den Hunden-die anderen Tiere haben hier andere Bezugspersonen) ein sehr tiefes Verhältnis. Ich würde sagen, ich liebe sie ebenso wie meine Tochter.
Und meine Freundin feiert den geburtstag des Hundes mit kleiner Feier, geschenken und Kuchen (auch für den Hund). Ich find das aber irgendwie normal.
Na gut-vielleicht bin ich da ein bissl spinnert.
Na gut-vielleicht bin ich da ein bissl spinnert.
Yoooo :D
Aber vermutlich nicht die einzige :p
Rahijana
14.11.2007, 14:36
Das hoff ich doch *lol* wenn ich unterwegs meinen Hunden was erzähle oder auch wenn ich von ihnen so erzähle, müssen die Menschen denken ich hab nen Knall. Da erzähl ich nämlich genauso wie von Mileena "weisst Du was Liska wieder gemacht hat?" Und es gibt genausoviele Fotos von den Tieren wie vom Rest der Familie, wenn wir am WE mal weg sind und jemand anders die Tiere betreuen muss, dann mach ich mir Sorgen und nehm Fotos mit *kicher*
Also wenn ich das so lese wundert es mich nicht, dass manche denken ich spinne.
lioninwinter
14.11.2007, 16:25
@Cavia: Stimme dir zu, man bräuchte noch einige Infos, welcher relig. Gemeinschaft er angehört und welchen Stellenwert die Ehe damit hat.
@Rahijana: Stimme dir zu, der Gedanke dahinter ist sehr schön, die Schuld damit etwas zu realtivieren, wenn auch nur bedingt.
Was du über deine Tiere gesagt hast, ich musste schmunzeln, nenne meine Mitbewohner auch Babys und Kinder und erzähle ihnen das eine oder andere, wie einer Freundin. Meine Eltern tun dies auch mit ihrem Familienhund und der kleine Bengel ist jetzt 15 und taub wie Beethoven. Aber er hört zu und wedelt. Die Geburtstage der Mitbewohner werden ebenso gefeiert, wie die Grabpflege (nur flache Platten auf den Gräbern mit dem Namen und persönlichen Widmungen, kein christlicher Schrebergarten!) und der Gang zum Todestag unserer Lieben eingehalten wird. Habe auch einen Babysitter für die meinen und schleppe meine Photos überall hin und - ich weiß, das hört sich bescheuert an - rufe mindestens 2-3 x an und frage, ob alles in Ordnung ist.
Du bist also nicht die einzige, ;)
Standen noch weitere Details im Artikel?
Liebe Grüße
lioninwinter
paramecium
14.11.2007, 17:15
Also erst mal rein prakmatisch gsehen, wäre dem Hund, der ja lt. Bericht von der Straße weggefangen wurde, mit Sicherheit ein voller Futternapf, eine Wurmkur und ein Mittel gegen Flöhe wichtiger gewesen als ein goldener Sari. Wer mal in Indien oder Asien mit offenen Augen für die Tiere unterwegs war, weiß, dass man dort ausnahmslos wandelnde Gerippe unter den Streunern findet. Sie alle sind von Parasiten übersäht. 3 bis 5 Zecken zwischen jeder Zehe sind eher normal als die Ausnahme. Und biegt man das Fell auseinander, rennen x kleine schwarze Pünktchen in Sicherheit - Flöhe.
Die Frage ist halt nun wirklich, ob hinter der Hochzeit auch eine - für dortige Verhältnisse - gute Haltung steckt. Gute Haltung heißt z. B. trockenes Weißbrot oder blanker Reis als Futter - aber wirklich täglich. Davon können die Streuner ohne Zuhause nur träumen. Ich habe schon Hunde dort gesehen, denen eine Platstiktüte aus dem Hintern hing, die sie wohl vor Hunger mitgefuttert hatten. Wer Glück hat, überlebt es. Gefuttert wird alles, was auch nur nach Essen riecht. Und wer krank wird hat ehe verloren. Hunde ohne Haare mit wunder roter Haut (vielleicht die sogenannte Krätze) oder mit schlimmen Verletzungen wie z. B. offenen Knochenbrüchen sind nicht so selten. Und Katzen geht es auch nicht besser. Eher schlechter, denn sie haben einen niedrigeren Stellenwert als der Hund, den man immerhin zur Bewachung von Häusern nutzen kann.
Und wie auch schon gesagt: Was passiert, wenn eine menschliche Frau ins Haus kommt? Darf sich die Hündin dann wieder trollen?
Ich bewerte die Hochzeit nicht ganz so positiv wie ihr. Der Mann hat vorher schließlich zwei Hunde umgebracht - er ist also mit Sicherheit kein Tierfreund. Die Hochzeit ist vielleicht ein Glück für diese Hündin (vorausgesetzt sie wird versorgt und darf bleiben), aber sie ist letztlich nicht aus Einsicht entstanden, sondern um das eigene Karma zu retten - also deutlich gesagt, aus Eigennutz. Hätte der Dorfastrologe dem Mann gesagt, dass seine Schuld mit drei Gebeten getilgt wäre, hätte er keinen Streuner aufgenommen. Die meisten Menschen handeln nur aus Eigennutz. Leider.
Paramecium
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