Caipirinha
08.05.2007, 23:44
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In Brasilien wurde ein Aids-Medikament zwangslizensiert. AIDS-Patienten können so besser behandelt werden, die UNO bezeichnet das Aidsprogramm als vorbildlich. Die US-Handelskammer bezeichnete den Patentbruch als einen großen "Schritt rückwärts" und behauptete, er werde Investoren verschrecken. Dass wegen geistiger Eigentumsrechte gestorben wird, obgleich es vermeidbar wäre, wird damit einmal mehr belegt.
Vergangenen Freitag wurde in Brasilien eine Verordnung unterschrieben, die erlaubt, dass das Arzneimittel Stocrin des US-Konzerns Merck Sharp und Dohme mit dem Wirkstoff Efavirenz durch ein Nachahmerpräparat ersetzt werden kann. Brasilien wird das Generika aus Indien importieren, so Gesundheitsminister José Gomes Temporão.
Statt 1,10 Dollar pro Wirkstoffkapsel kostet das Medikament 44 US-Cent pro Kapsel. So günstig können lebensrettende Medikamente hergestellt werden - auf der anderen Seite wird klar, dass Unternehmen wegen lukrativer Gewinnspannen das Sterben tausender Aidskranker in Kauf nehmen.
Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bezeichnete die Preispolitik Mercks laut der taz als "Respektlosigkeit" gegenüber brasilianischen Aids-Kranken. In Zukunft könnten auch andere Medikamente zwangslizenziert werden.
Die WHO sieht Brasilien hingegen zur Zwangslizenzierung berechtigt. Der Patentbruch wird dort ausdrücklich begrüßt, der Einsatz günstiger Generika in Entwicklungsländern gefordert.
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In Brasilien wurde ein Aids-Medikament zwangslizensiert. AIDS-Patienten können so besser behandelt werden, die UNO bezeichnet das Aidsprogramm als vorbildlich. Die US-Handelskammer bezeichnete den Patentbruch als einen großen "Schritt rückwärts" und behauptete, er werde Investoren verschrecken. Dass wegen geistiger Eigentumsrechte gestorben wird, obgleich es vermeidbar wäre, wird damit einmal mehr belegt.
Vergangenen Freitag wurde in Brasilien eine Verordnung unterschrieben, die erlaubt, dass das Arzneimittel Stocrin des US-Konzerns Merck Sharp und Dohme mit dem Wirkstoff Efavirenz durch ein Nachahmerpräparat ersetzt werden kann. Brasilien wird das Generika aus Indien importieren, so Gesundheitsminister José Gomes Temporão.
Statt 1,10 Dollar pro Wirkstoffkapsel kostet das Medikament 44 US-Cent pro Kapsel. So günstig können lebensrettende Medikamente hergestellt werden - auf der anderen Seite wird klar, dass Unternehmen wegen lukrativer Gewinnspannen das Sterben tausender Aidskranker in Kauf nehmen.
Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bezeichnete die Preispolitik Mercks laut der taz als "Respektlosigkeit" gegenüber brasilianischen Aids-Kranken. In Zukunft könnten auch andere Medikamente zwangslizenziert werden.
Die WHO sieht Brasilien hingegen zur Zwangslizenzierung berechtigt. Der Patentbruch wird dort ausdrücklich begrüßt, der Einsatz günstiger Generika in Entwicklungsländern gefordert.
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