Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : nicht töten - vegan werden!
johannes
06.06.2006, 19:15
vegan zu leben ist eine kleinigkeit und die einzige lösung, wenn man den sinnlosen mord am unschuldigen mitgeschöpf nicht mehr mitverantworten möchte.
was haltet ihr von folgender page?
http://govegan.de/
LG
NightShade
06.06.2006, 19:51
Da kann sich Stadtmensch mal anschauen, wen er da am Teller hat.
Stimmt, vegan zu leben ist eine Kleinigkeit! (ich habs bis jetzt noch fast gar nicht bemerkt, dass ich auf irgendwas verzichten müsste! *verwundertbin*)
Naja, die Seite ist halt für die was, die nicht wissen wie eine Kuh ausschaut...solls ja auch geben.
Aber wirklich informativ auch nicht.
glg Resi
NightShade
06.06.2006, 20:13
Stimmt, vegan zu leben ist eine Kleinigkeit! (ich habs bis jetzt noch fast gar nicht bemerkt, dass ich auf irgendwas verzichten müsste! *verwundertbin*)
*gg* Aber auch nur, weil ich dir immer sowas leckeres koche! :D
Frederik
06.06.2006, 20:14
Die Seite stellt sehr anschaulich dar, dass alle diese "Produkte" Ausfluss einer Ideologie sind, des Speziesismus.
Wenn ihr Vegetarier geworden seid, um nicht zu töten, denkt bitte nach, ob ihr dieses Ziel erreicht, wenn ihr weiterhin Eier kauft, gelegt von den Hühnern, die bald geschlachtet werden, wenn ihr Milch kauft von Kühen, die mitsamt ihrne Kindern geschlachtet werden, wenn ihr Wolle kauft, am offensichtlichsten wohl wenn ihr Leder kauft. Jedes dieser Produkte finanziert die Tötungsmaschinerie mit.
Besser aber noch wäre es, wenn ihr anfangen würdet nachzudenken, warum ihr Tiere nicht mehr töten wolltet. Habt ihr damit nicht anerkannt, dass Tiere Interessen haben? Und können sich diese Interessen lediglich darauf erstrecken, am Leben gelassen zu werden? Müsste man nicht zwangsläufig annehmen, dass sie ein Interesse an Freiheit haben, nicht auf engstem Raum eingesperrt zu sein? Ein Interesse daran haben, soziale Bindungen zu haben wie die Kuh natürlicherweise zu ihren Kindern, die ihr im Rahmen der "Milchproduktion" entrissen und mit Ersatznahrung abgespeist werden?
Kurzum, müssten die Tiere nicht ein Interesse daran haben, nicht als bloße Ressourcen, als Maschine, als Ding angesehen zu werden, sondern als Lebewesen mit eigener Daseinsberechtigung, die niemals vom Nutzen für andere anhängen darf?
Ein grundlegender Wandel in unserer Sichtweise ist erforderlich. Die alte Ideologie des Speziesismus ist abzulegen, mit ihrer willkürlichen Diskriminierung nach Artzugehörigkeit.
Stattdessen ist die Würde eines jeden fühlenden Lebewesens zu achten.
Die konkrete Umsetzung dieser antispeziezistischen Sichtweise heißt Veganismus.
Ihr werdet erkennen, dass mehr vonnöten ist als Veganismus um alle Probleme der Welt zu lösen (wie z.B. ein wirklich freier Handel). Definitiv aber ist alles, was weniger umfasst, nie und nimmer ausreichend, um zu einem gerechten, friedlichen und nicht zuletzt würdevollen Umgang mit nichtmenschlichen Tieren zu gelangen.
Die Seite stellt sehr anschaulich dar, dass alle diese "Produkte" Ausfluss einer Ideologie sind, des Speziesismus.
Wenn ihr Vegetarier geworden seid, um nicht zu töten, denkt bitte nach, ob ihr dieses Ziel erreicht, wenn ihr weiterhin Eier kauft, gelegt von den Hühnern, die bald geschlachtet werden, wenn ihr Milch kauft von Kühen, die mitsamt ihrne Kindern geschlachtet werden, wenn ihr Wolle kauft, am offensichtlichsten wohl wenn ihr Leder kauft. Jedes dieser Produkte finanziert die Tötungsmaschinerie mit.
Besser aber noch wäre es, wenn ihr anfangen würdet nachzudenken, warum ihr Tiere nicht mehr töten wolltet. Habt ihr damit nicht anerkannt, dass Tiere Interessen haben? Und können sich diese Interessen lediglich darauf erstrecken, am Leben gelassen zu werden? Müsste man nicht zwangsläufig annehmen, dass sie ein Interesse an Freiheit haben, nicht auf engstem Raum eingesperrt zu sein? Ein Interesse daran haben, soziale Bindungen zu haben wie die Kuh natürlicherweise zu ihren Kindern, die ihr im Rahmen der "Milchproduktion" entrissen und mit Ersatznahrung abgespeist werden?
Kurzum, müssten die Tiere nicht ein Interesse daran haben, nicht als bloße Ressourcen, als Maschine, als Ding angesehen zu werden, sondern als Lebewesen mit eigener Daseinsberechtigung, die niemals vom Nutzen für andere anhängen darf?
Ein grundlegender Wandel in unserer Sichtweise ist erforderlich. Die alte Ideologie des Speziesismus ist abzulegen, mit ihrer willkürlichen Diskriminierung nach Artzugehörigkeit.
Stattdessen ist die Würde eines jeden fühlenden Lebewesens zu achten.
Die konkrete Umsetzung dieser antispeziezistischen Sichtweise heißt Veganismus.
Ihr werdet erkennen, dass mehr vonnöten ist als Veganismus um alle Probleme der Welt zu lösen (wie z.B. ein wirklich freier Handel). Definitiv aber ist alles, was weniger umfasst, nie und nimmer ausreichend, um zu einem gerechten, friedlichen und nicht zuletzt würdevollen Umgang mit nichtmenschlichen Tieren zu gelangen.
Man das hätte ich in 10 Stunden nicht besser schreiben können;)
Also ich bin nicht vegan und werde es in denn nächsten Jahren auch nicht werden, da ich erst 15 bin und eh schon genug zum bewerkstelligen habe :D
Naja um das gehst hier ja auch eigentlich nicht
mfg savas
hi,
Also ich bin nicht vegan und werde es in denn nächsten Jahren auch nicht werden, da ich erst 15 bin und eh schon genug zum bewerkstelligen habe :D
wenn das nicht du geschrieben hättest, hätte das von einem fleischesser kommen können ;)
wissen wir als veggies nicht gut genug, wie wichtig es ist, sich mit einer sache auseinanderzusetzen BEVOR man seine entscheidung dazu fällt?
gruss:
kilian
Man das hätte ich in 10 Stunden nicht besser schreiben können;)
Also ich bin nicht vegan und werde es in denn nächsten Jahren auch nicht werden, da ich erst 15 bin und eh schon genug zum bewerkstelligen habe :D
Schließt sich das nicht aus? Ich meine die beiden Abschnitte... :-/
Veganismus ist keine Belastung sondern vielmehr eine _Ent_lastung von der Schuld, die wir Tieren gegenüber haben wenn wir sie oder ihre Produkte essen.
NightShade
07.06.2006, 09:39
Also ich bin nicht vegan und werde es in denn nächsten Jahren auch nicht werden, da ich erst 15 bin und eh schon genug zum bewerkstelligen habe :D
Meine Schwester ist übrigens auch 15 und lebt auch vegan. :D
Frederik
07.06.2006, 10:16
Hallo Savas,
sobald du die moralische Notwendigkeit des Veganismus anerkannt hast, ist es tatsächlich eine Erleichterung, ihn auch in die Tat umzusetzen.
Es hat für mich drei Monate gedauert von dieser Einsicht bis zu meiner endgültigen Entscheidung (die grausamen Covance-Video haben den letzten Ausschlag gegeben). Für manche gehts auch schneller, für andere wiederum mag es etwas länger dauern. Wichtig aber ist, dass in der Zwischenzeit niemand dich zwingen kann, bestimmte Tierausbeutungsprodukte zu konsumieren, auch wenn du noch kein "perfekter" Veganer bist.
Fang an, die wichtigsten Themen anzugehen. Wenn du Vegetarier bist, wirst du wohl ohnehin ein eigenes Mittagessen bekommen/ machen müssen. Das kannst du ohne Probleme vegan gestalten. Fürs Frühstück Sojamilch zu kaufen dürfte auch kein Problem sein. Vegane Süßigkeiten gibts genug. Fürs Abendessen sind gekaufte Aufstriche vielleicht etwas teuer, aber du kannst aus Sonnenblumenkernen leicht selber welche machen. Bevor du dich versiehst, hast du die Essensumstellung geschafft.
Wollpullover braucht kein Mensch. Achte darauf, beim nächsten Kauf Baumwoll- oder Synthetiksachen auszuwählen. Auch kein großes Ding. Wenn du wieder Schuhe benötigst, kannst du die Vegetarian Shoes bestellen, sehr bequem und wenn du sie sorgfältig aussuchst, sehen sie auch gut aus. Um die 80 Euro kostet ein Paar, weniger als viele "herkömmliche" Schuhe.
Lass dir Empfehlungen geben, welche Shampoos, welches Haargel etc. gut sind.
Du siehts, es sind viele Einzelentscheidungen. Du musst nicht alle zur selben Zeit treffen, aber du wirst sehen, dass die Puzzlesteine gewissermaßen zusammenfallen, dass sie zusammen Sinn ergeben. Ab einem gewissen Punkt wird es leichter für dich konsequent zu sein als sich Ausreden für jede Ausnahme auszudenken.
Und wenn du Fragen zu einzelnen Aspekten hast, wenn du Empfehlungen brauchst, zöger bitte nicht, mir eine Mail zu schreiben. Ich weiß zwar nicht, was es genau in Österreich wo zu kaufen gibt, aber ich nehme an, dass vieles dasselbe sein wird wie in Deutschland.
Trau dich, es ist nicht nur deine Verpflichtung, sondern auch dein Recht für das Richtige einzutreten!
ich denke, dass viele vegetarier irgendwann veganer werden - ich bin es noch nicht. vielleicht auch nie. mir gefällt nicht, dass hier wieder dieser "zwang" zur sprache kommt. ich denke, man muss einfach (nach längerer oder kürzerer) auseinandersetzung mit dem thema selbst entscheiden. und ich kann mir vorstellen, dass es irgendwann von ganz alleine dazu kommt, sich auf vegane ernährung umzustellen - ebenso wie man/ich mich nach einer gewissen zeit des nachdenkens irgendwann automatisch vegetarier geworden bin. und momentan leb ich damit ganz gut.
und das sollte so mancher veganer akzeptieren.
ich denke, dass viele vegetarier irgendwann veganer werden - ich bin es noch nicht. vielleicht auch nie. mir gefällt nicht, dass hier wieder dieser "zwang" zur sprache kommt. ich denke, man muss einfach (nach längerer oder kürzerer) auseinandersetzung mit dem thema selbst entscheiden. und ich kann mir vorstellen, dass es irgendwann von ganz alleine dazu kommt, sich auf vegane ernährung umzustellen - ebenso wie man/ich mich nach einer gewissen zeit des nachdenkens irgendwann automatisch vegetarier geworden bin. und momentan leb ich damit ganz gut.
und das sollte so mancher veganer akzeptieren.
Ich denke genau so, ich hab jetzt schon den ersten Schritt getan und muss erst damit zurecht kommen, da ja vieles noch sehr neu für mich ist und ich kann mir auch vorstellen irgentwann mal Veganer zu sein, aber zuerst muss ich noch vieles lernen:)
@NightShade: Schön das deine Schwester vegan ist, aber ich hab ja auch nicht so eine tolle große Schwester, die für mich kocht oder wenigstens Veggi ist/isst ;)
Ich denke auch, dass es jedem selbst überlassen ist, für welchen Weg er sich entscheidet.
Ich selbst bin "nur" Ovo-Lacto-Vegetarierin, seit etwa einem halben Jahr. Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, Veganerin zu werden, als ich hörte wie es den Kühen und den Hühnern geht. Mir ist es wichtig, dass die Tiere nicht leiden müssen, aber ich denke, es gibt noch andere Wege, wie man Kühe und Hühner nicht schadet und trotzdem nicht Veganer werden muss. Schließlich werden nicht alle Hühner und Kühe so behandelt, man findet bestimmt bei sich in der Nähe einen Biobauernhof, wo die Tiere artgerecht gehalten werden. Ich habe schon Leute kennen gelernt, die halten ihre eigenen Hühner, welche auch artgerecht gehalten werden. Wenn man aber so jemanden nicht kennt oder auf Nummer sicher gehen möchte, dann kann/sollte man vielleicht Veganer werden.
Dummerweise ist die Massentierhaltung von Hühnern und Kühen die Antwort auf die extrem hohe Nachfrage nach Ei- und Milchprodukten. Also müssten erstmal die Leute ihren Bedarf nach Eiern und Milch stark absenken (oder gar einstellen), und erst dann werden auch die Betriebe die Massentierhaltung beenden. Wenn dann eines Tages mal (falls ich das noch miterleben werde), alle Kühe und Hühner artgerecht gehalten werden, dürfte man eigentlich ohne schlechtes Gewissen in Maßen (!) wieder Eier und Milch konsumieren.
johannes
13.07.2006, 01:14
Danke für deinen Beitrag.
Mir ist es wichtig, dass die Tiere nicht leiden müssen, aber ich denke, es gibt noch einen andere Wege, wie man Kühe und Hühner nicht schadet und trotzdem nicht Veganer werden muss.
Tierausbeutung ist aber keine Alternative, Tiere als Sachen zu behandeln ist meinem Empfinden nach nicht okay.
Schließlich werden nicht alle Hühner und Kühe so behandelt, man findet bestimmt bei sich in der Nähe einen Biobauernhof, wo die Tiere artgerecht gehalten werden.
Du bist ernsthaft der Meinung, dass es auf einem "Biobauernhof" anders zugeht? Lediglich der Platz ist hier etwas mehr (vielleicht noch nicht einmal das) http://www.soylent-network.com/doku/02biohof.htm
Außerdem sterben ja die Kälber, da die Mutterkuh ja "kalben" muss, um Milch zu "produzieren". Die Kinder werden meist nach kurzer Zeit gewaltsam entrissen, zu "Wurst/Fleisch" verarbeitet oder später selbst als sog. "Milchkuh" ausgebeutet. Ich sehe darin keine Perspektive.
Ich habe schon Leute kennen gelernt, die halten ihre eigenen Hühner, welche auch artgerecht gehalten werden.
Auf Gnadenhöfen sind es mindestens 15-20 Quadratmeter pro Huhn. Artgerecht ist dennoch grundsätzlich nur die Freiheit. Ich nehme an, dass ausgebeutete Tieren erheblich weniger Platz als min. 15 qm zur Verfügung steht. Wie ist das in deinem Fall?
Wenn dann eines Tages mal (falls ich das noch miterleben werde), alle Kühe und Hühner artgerecht gehalten werden, dürfte man eigentlich ohne schlechtes Gewissen in Maßen (!) wieder Eier und Milch konsumieren.
Es ist nicht möglich, alle Tiere "artgerecht zu halten". Um es annähernd zu erreichen, dürften wir nichtmal ein Zehntel der tierlichen Produkte konsumieren. Außerdem wäre es absolut unwirtschaftlich und die Regelungen kämen niemals von daher auch niemals durch. Wir beide wissen ja, dass selbst Bestimmungen im minimalsten "Tierschutz" fast Jahrzehnte dauern, um durchgesetzt zu werden (wie pervers allein schon so etwas schreiben zu müssen..) Die Alternative bleibt Veganismus.
www.tierrechtskochbuch.de - Milch/Ei braucht kein Mensch.
johannes
13.07.2006, 01:20
Die Zahl der veganen Menschen wird beständig (wenn auch viel zu langsam) mehr und mehr und die Entwicklung, hin zu den Gnadenhöfen und weg von der Tierausbeutung steigt ebenso. Die unnatürlich hohe Zahl der Lebewesen in den Tierknästen wird sicherlich in einer veganen Welt nur noch ein Bruchteil betragen --> mehr Lebensqualität für alle
http://www.das-rezeptbuch.de/
vegane Rezepte ;-)
Spirit.Sweet
13.07.2006, 11:25
Danke Johannes, hättest du das nicht geschrieben, hätte ich es jetzt geschrieben ;)
Aber du machst das sowieso besser als ich also passt das schon ;)
Erdbeerprinzessin
13.07.2006, 15:26
Ich möchte mich Johannes anschließen...
Gut ausgedrückt.
Den Link möchte ich allerdings etwas kritisieren... Der Ansatz und er Wille sind in keinem Fall schlecht, aber jeder, der Fleisch ist, weiß auch, wie eine Kuh/etc. aussieht.
Sinnvoller wäre es sicher gewesen, zu zeigen, welche Qualen die Tiere bei der Haltung/Schlachtung´/etc. leiden müssen.
Denn das wissen definitiv wenger.. oder es interessiert sie einfach nicht. :(
Spirit.Sweet
13.07.2006, 18:34
Sie wollen das auch nicht wissen, dass ist ja das problem... Ich kenne aber einige, die sagen wenn sie das sehen müssten, bzw. selber machen müssten, würden sie sich überlegen es noch zu essen.
Aber mal unter uns, die sind einfach zu dumm und zu faul um Fleischlos zu leben..
Ich glaube eines der Hauptprobleme ist, dass mensch "Nutztiere" nicht als eigenständige Individuen, alle mit eigenem Charakter usw. betrachtet.
Ich selbst sagte schon als Kind, dass ich ein "Tierfreund" bin, habe aber bis ins's hohe Alter (:D ) von 34 Jahren Tiere gegessen. Dank eines "Schlüssel-Moments", der wohl meine Seele berührte, habe ich mich dann davon abgewandt.
Spirit.Sweet
14.07.2006, 11:41
Hm das ist allerdings komisch. Wie ist es dazu gekommen? Hattest du es bis dahin verdrängt oder nicht glauben wollen? Wusstest du nicht das es da so abgeht?
Weil Aufklärungsarbeit hab ich bei den Leuten die ich mein zur genüge betrieben. Aber die sind so stur. Mein Freund isst immerhin daheim kein Fleisch mehr aber sobald wir woanders sind.. Ich glaube er hat einfach nicht den Mut dazu, weil er denkt er müsste dann auf was verzichten oder die Leute denken dann schlecht von ihm.. :(
@ Johannes:
Die Realität, wie du sie beschrieben hast, ist echt brutaler, als ich mir das gedacht habe. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass es auf allen Bauernhöfen so abgeht, dass kleine männliche Küken "zermust" werden (schon bei diesem Wort wird einem ja übel) und dass die kleinen Kälber sofort ihrer Mutter einrissen werden, um bald geschlachtet zu werden.
Ich dachte halt, wäre es nicht möglich, dass es irgendwann nur noch ein Bruchteil der Kuh- und Hennenpoulation von heute geben könnte, die dann auch genug Platz hätten, um artgerecht zu leben. Aber du sagst ja, das ist unmöglich.
Aber glaubst du, dass das Ziel der Veganer, also dass alle Tiere in Freiheit leben, realistischer zu erreichen ist als das Ziel der Vegetarier, dass keine männlichen Küken und keine Kälber mehr getötet werden und dass alle Tiere möglichst artgerecht gehalten werden und nicht zu Hochleistungssport gezwungen werden, aber man dennoch ihre Milch und Eier nehmen darf?
Och Mensch!, warum kann denn nicht bald jeder Mensch Vegetarier sein, dann würden auch keine Küken und Kälber mehr getötet werden, denn das Milch- und Eierkonsumproblem ist ja ein indirektes Problem, da es theoretisch, aber leider nur theoretisch, doch möglich sein könnte, den Tieren nicht zu schaden und gleichzeitig Milch und Eier zu trinken/essen.
Du verstehst, dass ich dieses Thema erst durchdenken möchte, bevor ich mich entscheide.
Weiß jemand eigentlich zufällig, wie hoch der Zuwachs an Vegetariern und Veganern ist?
Zu den Hühnerhaltern, die ich kenne:
Vor einem halben Jahr war ich noch auf einem Reiterhof, wo manchmal im Sommer auf den Weiden Hühner vom Nachbarn herumspazierten. Den Pferden machte das nichts aus und den Hühnern auch nicht. Die hatten ein Loch im Zaun zwischen dem Nachbarn und den Weiden und wenn sie dadurch waren, hatte sie eigentlich unendlich viel Platz, da es keine weiteren Zäune gab, die sie aufhielten. Aber abgehauen sind die, glaube ich, nicht. Aber ich muss sagen, dass ich die Besitzer nicht persönlich kannte.
In Australien vor einem Jahr habe ich auch eine Familie kennen gelernt, die Hühner hielt (sowie einen Kakadu, der aber aufgrund einer Flügelverletzung nicht mehr fliegen konnte). Die Tochter hat dann immer nachgeguckt, ob die Hennen Eier gelegt haben. Leider erinnere ich mich nicht mehr ganz genau, wieviel Platz die hatten, aber es waren auf jeden Fall weniger als 15 qm, muss ich sagen. Aber da war ja auch gerade Winter bei denen, ich weiß nicht, wie es im Sommer wäre. Die hatten auch eine große Weide mit Schafen, glaube ich, und einen Hund und eine Katze auch. Kein Bauernhof, aber eine kleine Farm, würde ich sagen.
Wir haben es uns selber mal überlegt, eigene Hühner zu haben, aber den Gedanken wieder verworfen, weil wir nicht wussten, wer sich um die kümmern könnte, wenn wir mal nicht da sind. Und davon hätten die Hühner ja auch nichts. Am liebsten hätte ich Hühner aus Legebatterien befreit und die dann aufgepäppelt :) Aber ich hab gehört, dafür muss man viel Fachwissen haben, wie man die Hühner wieder auf ein schönes Leben umstellt.
johannes
14.07.2006, 17:17
Och Mensch!, warum kann denn nicht bald jeder Mensch Vegetarier sein, dann würden auch keine Küken und Kälber mehr getötet werden
oh nein, das ist doch der springende Punkt! Man würde sie dennoch töten, bzw. zumindest die Qualzucht, wie die Haltung in Gefangenschaft und zum einzigen Zweck des "produzierens" weiterhin einfach so hinnehmen und sie wie weiterhin wie Maschinen behandeln. Alleine vom Platz her wäre eine "artgerechte" Haltung niemals möglich. Es gibt Sojamilch, -sahne, Hafermilch und -sahne und viele weitere tolle Alternativen, so dass wir die (Mutter)kuhmilch nicht brauchen.
den Tieren nicht zu schaden und gleichzeitig Milch und Eier zu trinken/essen.
Also ist eingesperrt sein und die Muttermilch (die für die Kälber bestimmt sein sollte) weggenommen zu bekommen deiner Meinung nach kein "Schaden"?
Du verstehst, dass ich dieses Thema erst durchdenken möchte, bevor ich mich entscheide.
natürlich.
Weiß jemand eigentlich zufällig, wie hoch der Zuwachs an Vegetariern und Veganern ist?
Die Vegetarier liegen über 7%, was die Sache mit den Kühen/Rindern und den Hühnern/Hähnen nicht besser macht. Die Veganer befinden sich leider derzeit noch unter 0,5% - aber der Trend geht klar aufwärts.
Vor einem halben Jahr war ich noch auf einem Reiterhof, wo manchmal im Sommer auf den Weiden Hühner vom Nachbarn herumspazierten.
Das Pferd wehrt sich nicht, ebenso wie Kühe sich nicht wehren... es ist ein Phänomen.. ;-(
Wir haben es uns selber mal überlegt, eigene Hühner zu haben, aber den Gedanken wieder verworfen, weil wir nicht wussten, wer sich um die kümmern könnte, wenn wir mal nicht da sind.
Ich hatte einmal (sogenannte "glückliche" Hühner vor dem sicheren Tod gerettet, da mein Onkel sie ermorden lassen wollte.
Und davon hätten die Hühner ja auch nichts. Am liebsten hätte ich Hühner aus Legebatterien befreit und die dann aufgepäppelt Aber ich hab gehört, dafür muss man viel Fachwissen haben, wie man die Hühner wieder auf ein schönes Leben umstellt.
Das ist natürlich möglich und ich kenne auch Leute, die solche Dinge unternehmen. Allerdings musst du bedenken, dass du dann selbt unter Umständen nicht mehr so flexibel bist (gerade was die Tierrechtsarbeit Infostände/Demos die nicht gerade vor der Haustür liegen) angeht.
LG
@ Johannes:
Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich wünsche mir natürlich, dass die Kühe nicht eingesperrt werden, sondern auf Weiden leben, ich möchte natürlich auch nicht, dass den Kälbern Milch weggenommen wird, die sie brauchen.
Ich habe bloß überlegt, ob es nicht vielleicht möglich sein könnte, die Kühe auf Weiden leben zu lassen und den Kälbern genug Milch zu geben und dennoch etwas Milch abzapfen. Glaube nicht, dass ich in der Kuh nur eine Produktionsmaschine sehe, ich respektiere alle Tiere, ich dachte bloß darüber nach, ob man die Tiere nicht auch nutzen könnte, ohne das man ihnen schaden würde. Ob das alles möglich ist, bin ich mir nicht sicher, daher waren es auch nur bloße Gedankengänge.
Das Pferd wehrt sich nicht, ebenso wie Kühe sich nicht wehren... es ist ein Phänomen.. ;-(
Das ist wahr, vor allem trifft das auf mein Pferd zu, sie ist so lieb und geduldig, dass ich mich immer wieder frage, ob ich es ihr auch recht mache, weil sie es sich nicht anmerken lassen würde. Tiere sind wirklich gesegnete Geschöpfe. Aber es gibt auch Pferde, die wehren sich sehr wohl, was auch ihr Recht ist.
Am liebsten hätte ich Hühner aus Legebatterien befreit und die dann aufgepäppelt :) Aber ich hab gehört, dafür muss man viel Fachwissen haben, wie man die Hühner wieder auf ein schönes Leben umstellt.
Eine sehr gute Idee worüber man nachdenken sollte (hab ich auch schon mehrmals). Wenn du wirklich nette Nachbarn hast, dann werden sie sich bestimmt um die Hüher kümmern wenn du auf Demos, Aktionen oder in Urlaub gehst. Das Fachwissen ist ein Defizit, den man aber ganz schnell durch Informierung beseitigen kann.
Es sei denn du willst selber Hühner befreien gehen und bei jemandem anderen unterbringen... Aber ich denke es gibt mehr Aktivisten die Befreiungen machen als welche, die viel Platz für die Tiere anbieten.
johannes
14.07.2006, 18:14
Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich wünsche mir natürlich, dass die Kühe nicht eingesperrt werden, sondern auf Weiden leben, ich möchte natürlich auch nicht, dass den Kälbern Milch weggenommen wird, die sie brauchen.
Nein, ich verstehe dich schon richtig... genau das waren auch genau meine Gedankengänge, bevor ich vegan wurde. Auf einmal wurde mir dann bewusst, dass die Welt doch nicht so toll ist, wie ich sie als "Vegetarier" aufgefasst hatte und beschloss Teil des besseren Teiles zu werden :D Tiere haben Rechte!
Ich habe bloß überlegt, ob es nicht vielleicht möglich sein könnte, die Kühe auf Weiden leben zu lassen und den Kälbern genug Milch zu geben und dennoch etwas Milch abzapfen.
Fändest du es okay, angenommen du wärst schwanger, einfach von deiner Muttermilch ein bischen wegzunehmen, um es beispielsweise einer Katze zu geben? Hört sich vielleicht bescheuert an, aber überleg mal wie krank sowas eigentlich ist... stell dir nur mal das Bild vor, dass da jemand am Kuheuter nuckelt, wie widerlich...
Glaube nicht, dass ich in der Kuh nur eine Produktionsmaschine sehe, ich respektiere alle Tiere, ich dachte bloß darüber nach, ob man die Tiere nicht auch nutzen könnte, ohne das man ihnen schaden würde.
In dem Moment in dem du sie (aus)nutzt, respektierst du sie ja nicht mehr, sondern sorgst dafür dass dieser Kreislauf der Ausbeutung weiterbesteht.
Spirit.Sweet
14.07.2006, 18:23
Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich wünsche mir natürlich, dass die Kühe nicht eingesperrt werden, sondern auf Weiden leben, ich möchte natürlich auch nicht, dass den Kälbern Milch weggenommen wird, die sie brauchen.
Ich habe bloß überlegt, ob es nicht vielleicht möglich sein könnte, die Kühe auf Weiden leben zu lassen und den Kälbern genug Milch zu geben und dennoch etwas Milch abzapfen.
Ich muss dich leider Enttäuschen Squeaky. Sowas wird es leider nicht geben, weil wir eine Wirtschaft haben, die, egal wieviel sie Gewinn macht, es ist nicht genug. Und da bleiben die Tiere zwangsläufig auf der Strecke. Was meinst du was die Bauern für einen Liter Milch gekommen?! 6-8 eurocent!!
Und da sollen sie noch auf die Tiere Rücksicht nehmen?! Das geht einfach nicht. Schlag dir das also aus dem Kopf.
Und wo ich noch Vegetarier war, hab ich bestimmt mehr Käse gegessen als ein Leichenesser, also bringt es nichts wenn wir alle Vegetarier werden, das verschlimmert die Lage nur noch!! Die Lösung ist also nur Vegan zu werden.
Ich wollte das auch nicht wahrhaben aber es ist so.
lg Dani
Hm das ist allerdings komisch. Wie ist es dazu gekommen? Hattest du es bis dahin verdrängt oder nicht glauben wollen? Wusstest du nicht das es da so abgeht?
Weil Aufklärungsarbeit hab ich bei den Leuten die ich mein zur genüge betrieben. Aber die sind so stur. Mein Freund isst immerhin daheim kein Fleisch mehr aber sobald wir woanders sind.. Ich glaube er hat einfach nicht den Mut dazu, weil er denkt er müsste dann auf was verzichten oder die Leute denken dann schlecht von ihm.. :(
Mir ist es so ergangen wie wahrscheinlich den meisten, die nicht vegan geboren wurden: perfekter Verdrängungsmachanismus... gar nicht erst in's Bewusstsein aufsteigen lassen. Gewusst habe ich es schon (wohl jeder weiss was abgeht, und ignoriert es :( ), aber man hat sich nicht weiter damit beschäftigt, da ja das Essen von Tierleichenteilen etwas völlig "Normales" ist.
Ja, ich glaub so oder ähnlich ist es eh allen gegangen, bevor sie vegan wurden.
Vegetarier sind aber manchmal noch sturer als Tierleichenkonsumenten. Meine Freundin blockt öfters total ab, wenn ich ihr sag, was sie mit dem Vegetarismus noch immer für Tierleid anrichtet. Aber sie is eh in dem Forum. Wenn sie das vielleicht liest dann denkt sie vielleicht ja nochmal drüber nach, was sie anrichtet, wenn sie Tierprodukte konsumiert! :D
glg Resi
Spirit.Sweet
14.07.2006, 23:13
@Conny: Ja das kann ich verstehen. Ich hab als Vegetarier ehrlich gesagt gar nicht drüber nachgedacht wie es dazu kommt das die Kuh Milch gibt oder Hühner Eier legen können. *schäm* Ich hab nur drauf geachtet, das ich Freilandeier kaufe..
Nunja jetzt bin ich ja schlauer und habs eingesehen.
Ich kann nur hoffen, das noch mehr Vegetarier zu dieser Einsicht kommen.
Es ist immer wichtig, wenn nicht das Wichtigste, sich zu informieren.
Ich persönlich halte es für die oberste Pflicht des Tieres Mensch! ;)
@ Spirit: Das hoffe ich auch. Was denkst du ist es beste Weg an einen Vegetarier ranzukommen, damit er vegan wird?
Spirit.Sweet
16.07.2006, 19:12
Was meinst du Lena?
Ich kenne keinen Vegetarier, den ich mit informationen versorgen könnte...
Ich versuche mich noch an den Leichenessern und scheitere dabei schon kläglich.. :(
johannes
16.07.2006, 20:53
Was meinst du Lena?
Ich kenne keinen Vegetarier, den ich mit informationen versorgen könnte...
Ich versuche mich noch an den Leichenessern und scheitere dabei schon kläglich..
Meiner Meinung nach wissen die wenigsten "Vegetarier", was sie mit unveganer Ernährungsweise anrichten. Irgendwie ist es nicht viel anders als bei den Omnis... man verdrängt so vieles oder macht sich einfach keine Gedanken. Ich selbst war lange Zeit "Vegetarier", bis ich aufgeklärt wurde, dass
- für Kuhmilchprodukte Tiere sterben und
- für Eier Tiere sterben
Wenn du das genau erklärst, dürfte es für einen ethisch motivierten "Vegetarier" Grund genug sein, vegan zu leben. Bei den Omnis ist es bekanntlich nicht so einfach und erfordert mehr Energie.
Spirit.Sweet
17.07.2006, 09:21
Das stimmt wohl Johannes..
Aber ich kenne keinen ethisch motivierten Vegetarier. Dasmacht es mir leider ein bisschen schwer.. :(
Erdbeerprinzessin
17.07.2006, 20:00
Meiner Meinung nach wissen die wenigsten "Vegetarier", was sie mit unveganer Ernährungsweise anrichten.
Das stimmt, ja. Allerdings denke ich, dass es nur aüßerst schwer möglich ist, gleich von Fleisch auf vegan zu wechseln, da zu ist die Umstellung einfach zu groß... der Vegetarismus ist für Viele sowieso eine Art Übergangsphase oder auch Umgewöhnungsphase... die manchmal leider ewig andauert.
Wenn man sich Kochzeitschriften/bücher für Vegetarisches anschaut, springt einem aber meist sofort ein Bild mit Eiern, Milch, etc. ins Auge und drunter steht ganz groß: Die heimlichen Stars der vegetarischen Küche.
So kann das ja schon nix werden... ôO
johannes
18.07.2006, 00:30
Allerdings denke ich, dass es nur aüßerst schwer möglich ist, gleich von Fleisch auf vegan zu wechseln, da zu ist die Umstellung einfach zu groß...
ich kenne bereits 3 Leute die direkt vegan wurden, also möglich ist es auf jeden Fall und falls die Leute erstmal "Vegetarier" werden wollen, tun sie das sowieso. Mir würde deshalb nie einfallen, gleich nur für "Vegetarismus" zu werben, wenn für diese Art der Ernährung ebenfalls Tiere sterben. Ich empfehle immer Veganismus und das so schnell es geht ;-)
der Vegetarismus ist für Viele sowieso eine Art Übergangsphase oder auch Umgewöhnungsphase... die manchmal leider ewig andauert.
genau hier liegt das Problem, wenn du einmal eine Person zum "Vegetarier" gemacht hast.. Als "Vegetarier" fühlt man sich ja soo toll, endlich weniger Tiere zu killen und braucht sich ja gar keine Gedanken mehr zu machen. Veganer sind eh extrem und übertreiben - soweit die gängige Meinung, von der die Leute meist schwer abzubringen sind, wenn eingefahrene "Vegetarier".
Es ist reine Kopfsache, was soll an Veganismus schwieriger sein, wenn die Leute doch eh keine Leichen mehr essen wollen? Eiersatz und Sojamilch sind ja heute völlig problemlos zu bekommen.. Von daher funktioniert ein direkter Übergang zur veganen Lebensweise wunderbar.
Spirit.Sweet
18.07.2006, 17:24
Ach johannes bei dir klingt das wie (soja ;) ) Butter.. Es klingt alles so leicht und wunderbar mit seinem Umfeld klar zu kommen, sie von deiner Überzeugung auch zu überzeugen und alles.
Es ist nunmal für die meisten Leute schon undenkbar auf Fleisch zu verzichten, weil es ja ach so gut schmeckt und ach so gesund ist... Da kann man echt nicht von denen verlangen gleich Vegan zu werden.. das macht keine "normaler" Mensch mit.. Leider, aber es ist so..
Erdbeerprinzessin
19.07.2006, 13:09
Ach johannes bei dir klingt das wie (soja ;) ) Butter.. Es klingt alles so leicht und wunderbar mit seinem Umfeld klar zu kommen, sie von deiner Überzeugung auch zu überzeugen und alles.
Es ist nunmal für die meisten Leute schon undenkbar auf Fleisch zu verzichten, weil es ja ach so gut schmeckt und ach so gesund ist... Da kann man echt nicht von denen verlangen gleich Vegan zu werden.. das macht keine "normaler" Mensch mit.. Leider, aber es ist so..
Genau der Meinung bin ich auch.
In meiner Klasse sind durch mich drei Leute Veggis geworden, eine davon seit ein paar Monaten jetzt sogar Veganerin. Und dadurch, dass man kein Fleisch mehr isst, bewegt man auch was.
Ich bin jedenfalls der Meinung, dass Veggi zu werden in jedem Falle besser ist, als ganz ominös zu bleiben...
Spirit.Sweet
19.07.2006, 17:48
Da stimme ich dir auch zu Erdbeerprinzessin. Das ist natürlich besser, das weißt du, dass weiß ich, nur die da draussen interessiert es nicht die Bohne.
Ich bin jetzt 10 Jahre Vegetarier und seit zwei wochen Veganer aber deswegen habe ich keinen überzeugen können. Es wird zwar vielleicht mal nachgefragt warum, aber dann wird es doch als Schwachsinn abgetan. Traurig, aber ist leider so. Ich habe ein echt Standfestes Umfeld. :(
johannes
19.07.2006, 18:57
Es klingt alles so leicht und wunderbar mit seinem Umfeld klar zu kommen, sie von deiner Überzeugung auch zu überzeugen und alles.
Das habe ich nie behauptet... habe lediglich geschrieben, dass es kein Problem ist, direkt vegan zu werden (leider nehmen das zu wenige direkt an).
Es ist nunmal für die meisten Leute schon undenkbar auf Fleisch zu verzichten, weil es ja ach so gut schmeckt und ach so gesund ist...
Vielleicht schmeckt es gut, aber gesund ist es auf keinen Fall. Den Geschmack über das Leben eines wertvollen, fühlenden Tieres zu stellen ist schon ein bischen "beschränkt".
Da kann man echt nicht von denen verlangen gleich Vegan zu werden.. das macht keine "normaler" Mensch mit.. Leider, aber es ist so..
Du kannst überhaupt nichts "verlangen". Will man aber das bestmögliche versuchen, muss man zwangsläufig dazusagen, dass es natürlich auch Milchalternativen gibt, die ebenfalls viele Leben retten etc. - wenn die Leute dann eh nur "vegetarisch" bleiben wollen, ist das m.E. schlimm genug... es kommt leider viel häufiger vor, als der direkte Schritt.
In meiner Klasse sind durch mich drei Leute Veggis geworden, eine davon seit ein paar Monaten jetzt sogar Veganerin. Und dadurch, dass man kein Fleisch mehr isst, bewegt man auch was.
Glückwunsch, das ist ja toll! Wie hast du das so schnell geschafft?
Die Veganerin freut mich besonders, die anderen zwei lernens auch noch ;-)
Ich bin jedenfalls der Meinung, dass Veggi zu werden in jedem Falle besser ist, als ganz ominös zu bleiben...
Im Allgemeinen ist es ja auch so, dass Schweine, Fische usw. dadurch weniger leiden. Die Kühe leiden dadurch allerdings mehr, als ohne "vegetarische"(!) Kuhmilch etc. Du hast einen Denkprozess angeregt, was evtl. Vorteile in Richtung Veganismus bringt, sollten sie vegan werden.
Es wird zwar vielleicht mal nachgefragt warum, aber dann wird es doch als Schwachsinn abgetan. Traurig, aber ist leider so. Ich habe ein echt Standfestes Umfeld.
Was tun sie denn genau als "Schwachsinn" ab? Wäre wirklich einmal interessant zu wissen.
Bei mir "verstehen" es alle, d.h. sie stellen keine dummvolk-fragen mehr, weil sie genau wissen, dass es nicht gerecht ist was sie tun. Sie fragen wenn schon, ganz ernsthaft und sind offener. Über mich wurde sich seit langer Zeit nicht mehr lustig gemacht, da ich alles genau erklären kann.
Richtiges "verstehen" hängt allerdings ganz von der Person ab, Verdrängung ist so das Hauptproblem. Hat es eine Person allerdings tatsächlich einmal verstanden, kann sie garnicht anders, als vegan zu werden.
LG
Spirit.Sweet
19.07.2006, 19:30
Das habe ich nie behauptet... habe lediglich geschrieben, dass es kein Problem ist, direkt vegan zu werden (leider nehmen das zu wenige direkt an).
Vielleicht schmeckt es gut, aber gesund ist es auf keinen Fall. Den Geschmack über das Leben eines wertvollen, fühlenden Tieres zu stellen ist schon ein bischen "beschränkt".
Du kannst überhaupt nichts "verlangen". Will man aber das bestmögliche versuchen, muss man zwangsläufig dazusagen, dass es natürlich auch Milchalternativen gibt, die ebenfalls viele Leben retten etc. - wenn die Leute dann eh nur "vegetarisch" bleiben wollen, ist das m.E. schlimm genug... es kommt leider viel häufiger vor, als der direkte Schritt.
Was tun sie denn genau als "Schwachsinn" ab? Wäre wirklich einmal interessant zu wissen.
Bei mir "verstehen" es alle, d.h. sie stellen keine dummvolk-fragen mehr, weil sie genau wissen, dass es nicht gerecht ist was sie tun. Sie fragen wenn schon, ganz ernsthaft und sind offener. Über mich wurde sich seit langer Zeit nicht mehr lustig gemacht, da ich alles genau erklären kann.
Richtiges "verstehen" hängt allerdings ganz von der Person ab, Verdrängung ist so das Hauptproblem. Hat es eine Person allerdings tatsächlich einmal verstanden, kann sie garnicht anders, als vegan zu werden.
LG
Das ist mir schon klar, was du mir damit sagen wolltest. Nur bei dir klingt das so leicht. Ich habe es da in meinem Umfeld halt wesentlich schwieriger, weil die alle das eingetrichtert bekommen haben das Leiche gesund und notwendig wäre.
An und für sich ist es kein problem direkt Vegan zu werden. Aber es ist schwieriger als erstmal Vegetarier zu werden. Musst du zugeben. Die meisten wollen "nicht so viel Mühe" auf sich nehmen und gleich Vegan werden. Ausserdem haben die auch eingetrichtert bekommen, das Vegan leben total ungesund ist, und das geht doch nicht.. :eek:
Das sage ich auch immer, das es nicht richtig ist seinen "Genuss" über das Leben vieler Tiere zu stellen. Finde ich unmöglich.. :mad:
Dann schätze dich glücklich, dass dich keiner mehr als verrückt erklärt.. Veganismus wird in meinem Umfeld leider als unnormal und verrückt abgetan. Es ist nicht normal und so. Vegetarismus ist schon unnormal aber noch akzeptapel, aber Veganismus ist übertrieben sagen die dann. Deshalb tun sie das als Schwachsinn ab..
Wie gesagt ich hab ein schreckliches Umfeld. Leider bin ich auch die Einzige.. meine Schwester ist ja leider auch wieder ein schwachsinniger Omni..
lg Dani
Dori Cherry
20.07.2006, 12:58
Also ich bin nach meinem "Fleischjahr" auch sofort von heute auf morgen Vegan geworden. Ich sehe darin gar kein Problem. Es gibt so viele tolle Sachen, welche man kochen kann und es gibt doch Sojamilch etc. Eigentlich dürfte die Umstellung leicht fallen.
Und rechtfertigen muss man sich sowohl als Vegetarier als auch als Veganer.
Habe mir auch schon einige Male anhören müssen, dass ich mich vegan ernähre sei "extrem". Fleischlos sei ja zu verstehen, aber gleich SO!!!
Ich sage dann meistens etwas in der Art von: sich vegan zu ernähren ist überhaupt nicht extrem... EXTREM ist es, was die Menschheit den Tieren antut. Dann höre ich meist "...also ICH könnte das nicht..."
Dabei ist es wirklich einfach, wenn der Entschluss mal feststeht.
Spirit.Sweet
20.07.2006, 14:30
Das ist sehr lobenswert Dori, respekt und glückwunsch das du das so schnell gekonnt hast. +
Ich rede doch auch nicht von mir, versteht das doch mal. Ichmöchte euch doch nur erzählen, wie die Leichenesser denken, die ich in meinem Umfeld habe und so denkt ein großteil der Menschen nunmal, einige schaffen das, ganz klar, aber die große Mehrheit will darüber nicht mal nachdenken.
Das ist schön Conny! Durch sowas darf man sich auch nicht entmutigen lassen. ich muss mich auch sowas anhören, und das nicht wenig.. naja
johannes
20.07.2006, 19:00
Das ist mir schon klar, was du mir damit sagen wolltest. Nur bei dir klingt das so leicht. Ich habe es da in meinem Umfeld halt wesentlich schwieriger, weil die alle das eingetrichtert bekommen haben das Leiche gesund und notwendig wäre.
Ach ja, weil ja mein Umfeld so anders is....
Ausserdem haben die auch eingetrichtert bekommen, das Vegan leben total ungesund ist, und das geht doch nicht.. :eek:
Deshalb musst du eben das Gegenteil "eintrichtern" ;-)
Veganismus wird in meinem Umfeld leider als unnormal und verrückt abgetan.
sorry, aber das liegt wohl mit an dir. Du darfst dir von diesem "Dummvolk" nicht alles gefallen lassen. Erkläre alles ganz sachlich und wenn es zu viel wird, brich halt auch mal ein Gespräch ab. Meistens geben diese denfaulen Menschen aber früher auf - gegen die Argumentation pro Veganismus kommt kein unveganer Mensch wirklich an. Niemand kann das Gegenteil beweisen, also dürfte das auch nicht allzu lange Probleme geben.
Am Anfang ist das Problem sicher, nicht immer gleich die richtigen Worte zu finden, was sich aber schnell legt.
Es ist nicht normal und so.
Ich würde daraf sagen: "Na dann sei doch froh, dass du so normal bist und mit dem Strom schwimmst, echt klasse Leistung."
Vegetarismus ist schon unnormal aber noch akzeptapel
klar für die "noch akzeptabel", denn dafür sterben ja ebenfalls Tiere. Außerdem stützt "Vegetarismus" ja Tierausbeutung und "Fleischkonsum". Mit Veganismus drehst du ihrer scheiss Ausbeutungsindustrie über die sie nie nachdenken wollen komplett den Rücken zu. - Das ist das Beste was man machen kann.
aber Veganismus ist übertrieben sagen die dann
dann sollen sie nur einen, nur einen einzigen (!) guten, nicht egoistischen und sinnvollen Punkt nennen, weshalb es "übertrieben" sein sollte. Ich verspreche dir, sie werden alle daran scheitern.
. Deshalb tun sie das als Schwachsinn ab..
Menschen lachen immer über das was sie nicht verstehen/kennen. Immer wieder Aufklärung, solange erwünscht, mehr kann man da nicht tun.. Es wird sich alles schleichend verbessern, Jahr für Jahr.. so war es noch immer.
Also jetzt mal ehrlich: Wir sind Veganer weil wir etwas verändern wollen. Wenn man sich gegen die Allgemeinheit stellt muss man damit rechnen für verrückt erklärt zu werden. Also ich habe mich darauf eingestellt. Hin und wieder sind die dummen Sprüche frustrierend, aber das ist noch lange kein Grund zu sagen "Bringt doch eh nix". Gerade weil wir so wenig sind, sollten wir ein möglichst großes Umfeld aufklären und vorurteilsfrei bekommen.
Spirit.Sweet
20.07.2006, 23:31
Sicher Lena ich bin wie so oft deiner Meinung. Leider hab ich ja beim Vegetarismus auch schon so keinen Erfolg gehabt, obwohl ich es meiner Verwandtschaft seit 10 Jahren vorgelebt habe.. Und die fragen nur einmal ! nach. Und wenn ich dann nicht die richtigen Argumente habe, dann hacken sie das ab. Ist halt nicht leicht. Ich stelle mich doch dagegen, ich hab keine Lust auch so ein Hirnloses, mitschwimmendes A.. loch zu werden..
Danke dir Johannes, du machst mir immer wieder Mut mich gegen die Kritik zu stellen. Ich diskutiere schon immer ein bisschen mit meinen schulkollegen, und bei den Argumenten von mir können die bei weitem nicht mithalten ;)
Ich hoffe das sich das auch auf meine Verwandtschaft ausweiten lässt. Ich mag sie nämlich gern..
Und die fragen nur einmal ! nach. Und wenn ich dann nicht die richtigen Argumente habe, dann hacken sie das ab.
www.veganissimo.de ;)
Spirit.Sweet
23.07.2006, 14:29
Danke Magda ;) Mittlerweile sind meine Argumente ja so gut, das sie darauf gar nix mehr sagen können, weil sie merken, dass ich im Recht bin.. aber das interessiert die nicht. Die wollen ihr dummes leben weiter leben. Dann kommt vielleicht noch eine flapsige Antwort von denen und das wars dann. Sowas wie "es schmeckt mir aber so gut.." ganz doll. Die kann man nicht überzeugen, weil die viel zu eingefahren und bequem wird.. :(
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